Mein smartvote-Porträt. Vergleichen Sie Ihre Meinung mit der meinigen!  
   
Mein Smartspider. Mein politisches Profil in 8 Dimensionen.  
   
Am Vorabend der Wahl...  

... habe ich heute:

  • Ein 13stöckiges Hornissennest aus dem Elektro-Verteilkasten genommen und diesen geputzt
  • ein Kilo Kastanien gesammelt, geschält und für den Winter eingefroren
  • ein Dutzend Blog-Beiträge geschrieben
  • die Kommissionssitzung vorbereitet, die ich nächsten Dienstag leiten muss
  • eine der letzten reifen Feigen von unserem Baum gegessen
  • meine müden Beine (am Sonntag war OL-Langstreckenmeisterschaft und gestern trugen sie mich 1700m in die Höhe zum Lago di Lughezzasca im Misox) sich erholen lassen.
  • kurz: einen schönen Herbstferientag im Tessin genossen und

Was bleibt an Eindrücken seit meinem Entscheid vom 31. März 2011, mich am letzten Tag der Meldefrist doch noch einmal zur Wahl zu stellen?

  • Eine gewaltige, öfters peinliche Materialschlacht. Millionen von Franken persönliches Geld haben meine MitkonkurrentInnen in Plakate, Give-Aways und Inserate gesteckt. Das Kampfgetöse schreckte sicher manchen Wähler ab, die Wahlfplicht ernst zu nehmen.
  • Eine SP, die anders als vor vier Jahren gut organisiert und geführt war.
  • Viele Podien und Wahlstände, wo ich in direktem Kontakt mit WählerInnen die SP vertreten durfte und dabei viel Aufmunterung erhielt.
  • Aktuelle Themen wie die Atomfrage, das Bankgeheimnis und die UBS-Krise, bei welchen die SP nach vielen Jahren recht behalten hat.
  • Eine immer weiter getriebene Anti-Ausländerkampagne der SVP. Diesmal haben die anderen Parteien dazu wenistens nicht noch mit ihrem Protest beigetragen. Ein noch grösseres Kompliment gehört den verteufelten AusländerInnen selber. Ich weiss nicht, ob ich die Nerven hätte, mir dauernd meine pure Existenz vorwerfen lassen zu müssen.
  • Innerhalb der SP Kanton Zürich haben nur KandidatInnen aus den beiden Grossstädten eine echte Wahlchance, obwohl 50% der SP-Wählerschaft in den anderen 169 Gemeinden leben.

Dieser Wahlkampf war nicht mein Jahresziel 2011 gewesen, ganz im Gegenteil. Selbstverständlich würde ich meine Wahl feiern und die Arbeit im Nationalrat sehr ernst nehmen. Politik ist aber auf dieser Ebene zum Teil des Showbusiness verkommen, den ich nicht mitmachen kann. Von diesem Jahrmarkt der Eitelkeiten halte ich mich gerne fern!

 
   
20.08.2011
 
Nationalratswahlen 2011 im Kanton Zürich  

"Für Alle und nicht nur für Wenige" ist der Slogan der SP. Er fasst zusammen, was ich zusammen mit Hunderten anderer SP-KandidatInnen mit Ihnen, liebe Wählerin und lieber Wähler, erreichen will.

Nicht das brutale Ellbogenprinzip des reinen Kapitalismus soll unser Leben bestimmen, denn wir unterscheiden uns von den Tieren dadurch, dass wir diesem Leben einen Sinn geben wollen. Und dass dieser Sinn auch darin besteht, in Gemeinschaft mit Anderen mehr zu erreichen als allein. Das "Mehr" kann nur geschaffen werden, wenn die Einzelnen solidarisch sind, auch einmal verzichten und sich so verhalten, dass auch zukünftige Generationen die gleichen Chancen haben wie unsere.

Wenn Sie sich noch mehr über meinen und den Wahlkampf der SP informieren wollen, klicken Sie auf meine Agenda und besuchen Sie unsere Wahlseiten:

SP Schweiz

SP Kanton Zürich

SP Bezirk Bülach

Als Ihr Kandidat stehe ich für:

  • Den Schutz der Lebensgrundlagen, der Artenvielfalt und unserer Landschaften
  • Die Modernisierung unserer verkrusteten Kantons- und Gemeindestrukturen
  • Einen sozialen Ausgleich, von dem auch der Mittelstand profitiert und an den auch die obersten 10'000 einen wieder grösseren Beitrag leisten
  • Eine Schweiz, die international zusammenarbeitet und sich mit ihren Leistungen und ihrem Auftreten Respekt verschafft
  • Eine modernere Armee- und Landwirtschaftspolitik, denn der 2. Weltkrieg und der Kalte Krieg gegen die Sowjets sind definitiv vorbei
  • Förderung statt Kriminialisierung unserer Jugend
  • Anpacken der Defizite in der Integration. Hier Geborene und Einwanderer müssen dies gemeinsam tun, dann klappt's noch besser!
  • Umbau unserer Verschleisswirtschaft in eine nachhaltige Wirtschaft. Ausstieg aus der Atom- und Erdöl-Wirtschaft, sanfte Mobilität

Das ist ein Herkulesprogramm. Lassen Sie nicht zu, dass ein paar Superreiche es aus Eigennutz sabotieren und das Volk mit der Ausländerfrage aufhetzen und verdummen!

 
   
   
10.04.2011
 
Kommentar zu den Zürcher Wahlen 2011
Die Wählerschaft hat sich trotz einer enormer Fülle von politischen Themen (Libyenkrise, Fukushima) nicht übermässig beteiligt. Offensichtlich hat eine grosse Mehrheit nicht das Gefühl, dass eine Wahlentscheidung an ihrem Leben oder gar am Lauf der Welt etwas ändern würde. Das ist schade. Wenn Politik nur noch aus irrelevanten Geschichtchen und kurzfristigem Knatsch bestehen würde, wäre die Demokratie gefährdet.

Das Drittel, das vom Wahlrecht Gebrauch machte, hat ein paar klare Botschaften ausgesandt:

Es will unverbrauchte Kräfte in Regierung und Parlament. Alle Regierungsparteien haben Wähleranteile verloren, Parteien, welche nicht einmal für die Regierung kandidierten, konnten hingegen zulegen.
Soziale Themen spielen angesichts der oberflächlich betrachtet rosigen Wirtschaftslage keine Rolle, für die grosse Mehrheit ist die neoliberale Ideologie zur allgemeinen Erkenntnis geworden - solange sie nicht als Einzelne direkt betroffen sind. Zu den sozialen Themen gehört auch die Einwanderung. Es ist äusserst auffällig, dass Menschen mit "fremden" Namen praktisch keine Wahlchancen haben. Kantonale Politik ist eine Sache der Alteingesessenen.


AKW werden von einer grossen Mehrheit abgelehnt. Sie glaubt denjenigen, welche behaupten, die Umwelt lasse sich ohne Einschränkungen am Lebensstandard technokratisch sanieren.

Nun zu den Regierungsratswahlen

Die Wahlen waren unglaublich knapp. Entscheidend war m.E. die Wahlumfrage von Isopublic 1 Monat vor der Wahl. Es kam zu taktischen Umdispositionen bei Tausenden von Wählern:

SVP-Wähler sahen Kägi und Stocker bedroht und verzichteten tausendfach darauf, Hollenstein (diesen vor allem), aber auch Gut und Heiniger auf die Liste zu nehmen. Alle drei verloren massiv Stimmen gegenüber 2007
Genau umgekehrt die SP-Wähler. Aeppli und Fehr schienen sicher wiedergewählt, so konnte man weitere Stimmen an Graf und Ingold vergeben. Beide gewannen massiv an Stimmen gegenüber 2007, resp. gegenüber dem damaligen EVP-Kandidaten.
Dass es am Schluss Hans Hollenstein traf, erscheint fast etwas zufällig. Er hat allerdings praktisch keine positiven Akzente gesetz, dafür aber bei den Zuständen im Migrationsamt zu lange nicht hart eingegriffen.

Zu den Kantonsratswahlen

Rot-Grün hat seine Sitzzahl exakt gehalten. Die internen Verschiebungen erscheinen zufällig. An die GLP gingen keine Stimmen mehr verloren. Allerdings kamen abgesprungene SP-Wähler trotz der rechten Sozial/Bildungs/Finanzpolitik der GLP nicht zurück. Hier haben wir die Differenzen zu wenig deutlich gemacht, die Wähler sahen das nur in der Stadt am Budgetstreit. Deshalb ist das SP-Resultat in der Stadt besser.

Die gemässigt konfessionellen Parteien erscheinen dem Untergang geweiht. Die Religion hat jede Bindungskraft an Parteien eingebüsst, mit Ausnahme der extrem-evangelikalen EDU.

Die FDP ist in Auflösung begriffen. Angesichts des Rechtsdralls und der Verfilzung der FDP mit dem Finanzplatz und dessen Lobbies suchen grosse Teile ihrer Wähler das Heil in den neuen Parteien GLP und BDP.

Die SVP konnte angesichts von Fukushima ihr Kernthema "Ausländer" nicht zur Mobilisierung verwenden. Dass sie dank dem Verschwinden der Schweizer Demokraten nur 2 Sitze verlor, zeigt die Stärke ihrer Stammwählerschaft.

Fazit für die Ratsarbeit 2011-2015

Ich erwarte noch mühsamere 4 Jahre. Die zahlreichen politisch fast deckungsgleichen Parteien von EVP bis FDP werden sich in Detailfragen dem Kompromiss verweigern und mit Alleingängen Profil suchen. Die SVP ist ohnehin kompromissfeindlich, und Rot-Grün wird sich gegenüber der starken GLP noch verstärkt abgrenzen müssen. Interessant wird sein, ob die Grünen als Regierungspartei anders agieren müssen und ob sie ihr Regierungsmitglied besser integrieren können als weiland Verena Diener.

 
   
   

Wofür ich mich ganz konkret einsetze:

  • Ich will, dass unser Föderalismus modernisiert wird. Ich bin für 7 Kantone in der Schweiz und einen Zusammenschluss der Vorortsgemeinden zur Glattalstadt
  • Ich setze mich für einen Ausbau des Schienennetzes in der Agglomeration anstelle von noch mehr Autobahnen und "Umfahrungs-"strassen ein.
  • Ich will, dass die Privatsphäre des Einzelnen, insbesondere seine Daten, besser vor dem Staat und Profitinteressen geschützt werden.
  • Die Macht von Behörden muss kontrolliert und gut verteilt werden. Ich setze mich für starke Parlamente und Volksrechte, für unabhängige Gerichte und Beschwerdestellen ein.

Dazu nutze ich parlamentarische Vorstösse und meine Sitze in Kommissionen und ausserparlamentarischen Gremien. Siehe dazu auch meine aktuelle Bilanz seit 2000.

 
   

Ist Ihnen beim Wählen die Umwelt besonders wichtig? Dann ist Ihnen die Wahlseite der Zürcher Umweltverbände sicher eine Hilfe.

Aber halt: Warum hat der "grüne SPler" Ruedi Lais denn hier nicht 100 Punkte???


Deshalb:

  1. Ich lehne den Bau eines Endlagers für radioaktive Abfälle nicht rundweg ab. Wenn der Ausstieg aus der Atomenergie beschlossen ist, müssen wir eine Lösung für die bereits produzierten Abfälle finden. Da ich einst im Nebenfach Geologie den Opalinuston studieren durfte, halte ich ihn für ein mögliches Trägergestein dafür. Er kommt nur in den Kantonen ZH und AG in genügender Menge und Lagerung vor.
  2. Die Einführung von Umweltzonen betrachte ich aus praktischer Sicht skeptisch. Wo ist die Stadtgrenze? Wer kontrolliert? Diese Massnahme scheint mir nicht das beste Kosten/Nutzen-Verhältnis zu haben und gehört zu den repressiven, polizeilichen, Massnahmen, die Umweltschutz nicht eben populär machen.
  3. Ich bin gegen die Abschaffung des Nachtzuschlags im ZVV. Service Public - und dann noch so aufwändiger wie die Nachtbusse und -S-Bahnen - ist etwas wert. Wer eine so spezielle Leistung wie Nacht-ÖV will (inkl. riesigem Sicherheits- und Hygieneaufwand), der darf die Zusatzkosten auch selber bezahlen. Was sind die Fr. 5.- gegenüber den Party- oder Taxikosten? Der Gratis-Nachtbus ist für mich keine Umweltmassnahme!

 

 
   

 


Für ein besseres Klima braucht es eine bessere Politik!

Die SP ist Ihre Wahl, wenn Sie finden:

  • Gleiche Bildungs- und Berufschancen für alle Jugendlichen im Kanton sind das Wichtigste, was wir für die Zukunft tun können.
  • Kinderarmut ist ein Skandal in der reichen Schweiz und darf nicht hingenommen werden.
  • Menschen verschiedenster Herkunft und Lebensformen können in der Schweiz friedlich zusammenleben. Probleme gibt es dabei, die wir nicht verschweigen dürfen. Sie ausschlachten und durch Hetzkampagnen weiter anheizen ist verwerflich.
  • Unser Energie-, Umwelt- und Landverbrauch ist auf längere Sicht unverantwortlich. Eine Wende ist überfällig, wenn die Menschheit nicht in eine tiefe Krise geraten soll. Notwendige Einschränkungen sollen in gerechter Weise Alle treffen. Ohne sozialen Ausgleich ist das nicht möglich. Ohne "rot"= soziale Gerechtigkeit ist "grün" = ökologische Verantwortung in einer Demokratie nicht möglich.
  • Parteien haben die Pflicht, zugunsten von Lösungen konstruktiv zusammenzuarbeiten.

 


Gedanken vor den Wahlgängen:

Das Wahljahr 2011 gibt Ihnen als Wählerin oder Wähler die Möglichkeit, unsere Politik mitzubestimmen - verschenken Sie diese nicht !

Die Welt hat gewaltige Probleme. Im alltäglichen Leben von Familie Zürcher sind diese allerdings nur über die Medien präsent:

  • Das Bankensystem des Westens, allen voran die USA. ist fast zusammengebrochen. Nur mit enormen Finanzspritzen der Staaten konnte es gerettet werden. An den daraus entstandenen Schulden werden wir noch lange leiden.
  • Der Nahe und Mittlere Osten ist zum grossen Krisenherd geworden mit Kriegen, Bürgerkrieg und Terror vom Atlantik bis zum Himalaya
  • Das Weltklima ist bedroht durch die vom Menschen mit der Verbrennung von Kohle, Erdöl und Holz verursachte Erwärmung der Atmosphäre
  • Wichtige Ressourcen von Wasser bis Erdöl werden für grosse Teile der Weltbevölkerung knapp
  • Die fruchtbaren Böden und Wälder werden zerstört, ausgetrocknet oder versalzen
  • Die Weltmeere werden leergefischt und als Deponie missbraucht
  • Millionen von jungen Menschen aus verarmten Ländern des Südens versuchen, sich in den Industrieländern Arbeit und Geld zu ergattern
  • Angesichts solcher gewaltiger Bedrohungen feiern Nationalismus und religiöser Fundamentalismus um sich

In der Schweiz und in unserem Kanton sind alle diese Probleme auch spürbar, wenn auch vergleichsweise bescheiden und indirekt. Es gilt aber, sie hier zu lösen und gleichzeitig unseren Beitrag zur Linderung der grossen Not von Milliarden von Menschen zu leisten.

 

 
 
     
 

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