Tollkühne Dringlichkeit (Votum Kantonsrat 16.06.2003 zur Dringlichkeit des Gekröpften Nordanflugs)   [ drucken ]
     
von Kantonsrat Ruedi Lais, SP, Wallisellen    



   

Liebe Kolleginnen und Kollegen


Die Nachrichten der letzten Wochen machen deutlich, was heute Dringlichkeit hat:
Dringlich ist es zweitens, ein Grounding der Swiss und einen Kollaps des Flughafens zu verhindern. Dazu ist es erstens superdringlich, mit Deutschland wieder ein vernünftiges Verhältnis herzustellen.

Für diese Prioritäten haben nach Ansicht eines grösseren Teils der SP-Fraktion Partikularinteressen zurückzustehen. Wir befürchten, dass eine erneute arrogante Machtdemonstration des sogenannten tiefen Südens jeglichen Ausweg verbaut. Beachten Sie, dass die vom Fluglärm meist betroffenen Gebiete bereit sind, mit Konzessionen eine Lösung zu ermöglichen, aber wie lange noch ? Dazu gehört übrigens auch der nahe Süden mit meiner Gemeinde Wallisellen.

Wenn es Ihnen gelingt, jegliche Gespräche mit Deutschland zu torpedieren, und die Forderung nach dem gekröpften Nordanflug wird von unseren Nachbarn als Provokation empfunden, glauben Sie mir! Wenn Ihnen dies also gelingt, so wird Zürich-Kloten ab 10. Juli zeitweise nicht mehr angeflogen werden können - und Sie verantworten einen ökonomischen Super-GAU.

Zusammen mit den gemässigten Kräften in der SP appelliere ich an Sie: Lassen Sie es beim praktisch identischen, bereits in der KEVU pendenten, Vorstoss 4068 bewenden ! Fallen Sie den vernünftigen Kräften in Bern jetzt nicht in den Rücken, die bis zu den Sommerferien ganz entscheidende Gespräche mit Deutschland führen müssen. Treiben Sie den Konflikt mit dem Kanton Aargau und der Bevölkerung in den heutigen fluglärmbelasteten Gebieten nicht auf die Spitze !

Zu einer Lösung in letzter Minute tragen wir nur dann bei, wenn wir dem Vorstoss aus Fällanden, Dübendorf und Zumikon die Dringlichkeit verweigern.




   
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